Kooperation

Viele Schulen haben für die Kooperation im Team oder in der Klasse eine umfassende Lösung wie Microsoft 365, Google Suite for Education oder ein Produkt wie Escola. Daneben gibt es aber auch unzählige spezifische Tools, die den unkomplizierten Austausch von Dateien, das kollaborative Arbeiten und das gemeinsame Aufbereiten von Wissensbeständen ermöglichen.

Auf dieser Seite ist eine exemplarische Auswahl von kooperativen Tools zusammengestellt, die zumindest mit den Basisfunktionen gratis genutzt werden können und sich gut für den Unterricht oder die Zusammenarbeit im Team eignen

Kooperative Texteditoren

Einfacher kollaborativer Texteditor basierend auf Etherpad, der sich sehr gut für niederschwellige Schreibanlässe eignet. Für das Bereitstellen eines Textes wird kein Login benötigt – einfacher geht's nicht! Kehrseite dieser Niederschwelligkeit ist natürlich, dass die Lese- und Schreibrechte nicht definiert werden können, d.h. dass alle Beteiligten den Text jederzeit ändern oder gar löschen können. Gleichzeitig können bis zu 16 Personen ein Pad aufrufen.

Alternativen:

  • zumpad.zum.de: unbeschränkte Teilnehmerzahl, benutzerdefinierte Adresse, etwas bessere Strukturierungs- und Formatierungsmöglichkeiten > Videotutorial

  • www.piratenpad.de: Vollversion von Etherpad mit der Möglichkeit, nichtöffentliche Pads für Gruppen einzurichten. Für den Administrator wird entsprechend natürlich ein Account benötigt


Diese Plattform ist quasi Etherpad auf Steroiden: In der zweitgeteilten Benutzeroberfläche wird links der Text mit Markdown eingegeben (keine Angst, es gibt einen Editor, du musst den Code nicht kennen), rechts wird der sauber formatierte Text angezeigt. Es können Links erzeugt, Bilder eingebettet und Tabellen eingefügt werden. Die Zusammenarbeit in Echtzeit funktioniert perfekt. Die Datei lässt sich veröffentlichen, in verschiedenen Formaten herunterladen und auch sehr wirkungsvoll präsentieren.

Fazit: Für blutige Anfänger vielleicht etwas nerdig, für alle anderen ein geniales Tool!


Diese Toolsammlung kann gratis und ohne Account für die zeit- und ortsunabhängige Kollaboration genutzt werden. Die Plattform vereint eine sehr reduzierte Officeumgebung mit einer Whiteboard-Funktion einem Kanban-Board. Die Benutzeroberfläche ist nicht sehr elegant aber eigentlich zweckmässig.


Dateiaustausch

Der wohl bekannteste Cloud-Speicherdienst ist bezüglich Einfachheit und Funktionsvielfalt nach wie vor unübertroffen… Für den schulischen Einsatz ist Dropbox aus datenschützerischer Sicht allerdings keine Option. Gleichwohl kann der Dienst für private Zwecke und für den Austausch von nicht datenschutzrelevanten Daten, etwas für das schulübergreifende Teilen von Unterrichtsmaterialien sehr wohl eine Rolle spielen.


Wetransfer eignet sich sehr gut für das Versenden von sehr grossen Dateien. Grosser Vorteil: Account wird nicht benötigt.

> Lernfilm

CH-Alternative:


Mit diesem minimalistischen Tool lassen sich auch ohne Login mühelos grosse Dateien teilen. Einfach ins Fenster ziehen und Link verschicken. Der Download lässt sich mit einem Passwort sichern und über ein Ablaufdatum terminieren.


Onedrive ist der persönliche Onlinespeicher von Microsoft. Wie bei Google Drive hat man daraus Zugriff auf eine webbasierte Office-Umgebung. Der Speicherplatz ist mit 1TB extrem grosszügig.

OneDrive for Business ist Teil von Microsoft 365, einer sehr umfangreichen Arbeitsumgebung. Office 365 ist prädestiniert für die schulische Nutzung, weil Microsoft, im Gegensatz z.B. zu Google oder Apple, Ihre Nutzungsbestimmungen an das schweizerische Datenschutzgesetz angepasst hat.


Dieses Tool beschreitet einen völlig anderen Weg: Es baut einen P2P-Verbindung zwischen zwei Geräten auf, vergleichbar mit AirDrop von Apple. Die Dateien werden also nicht über einen Cloud-Dienst ausgetauscht, sondern direkt von Gerät zu Gerät übertragen – ohne Softwareinstallation, Accounts usw. Allerdings funktionert das Tool nicht in allen Netzwerken.


Online-Pinnwände

Dieses Pinnwand-Tool ist ideal für Brainstorming-Prozesse, insbesondere, weil mit den verschieden farbigen Zetteln eine gute Strukturierungshilfe besteht. Für das Erstellen einer Pinnwand wird ein Account benötigt. Zwar könnte die Benutzeroberfläche etwas übersichtlicher sein, aber die Bedienung ist einfach.


Mein Pinnwand-Tool der Wahl. Im Gegensatz zu Linoit wird zwar nicht zwingend einen Account verlangt, doch dieser hat natürlich Vorteile, v.a. in Bezug aufs Teilen.

> Weitere Informationen


Das dritte Tool im Bunde bewegt sich zwischen den obengenannten: Wie in Linoit lassen sich die Zettel einfärben und damit eine zusätzlich Ordnungsstruktur nutzen. Im Gegensatz zu Padlet können die Zettel können keine Links oder Dateien enthalten ebenso sind die Sharing-Funktionen ziemlich limitiert. Dafür kann man auf den Zetteln zeichnen und das Tool hat eine Chat-Funktion.

> Videotutorial


Das wohl einfachste und niederschwelligste Pinnwandtool eignet sich v.a. um Informationen zu strukturieren. Die Pinnwand enthält Spalten zu selbst gewählten Kategorien, unter denen die Zettelchen eingeordnet werden können. Die Zettelchen lassen sich einfach nur beschriften und mit farbigen Punkten markieren.


Wissensmanagement

Evernote ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Notizprogrammen. Das Tool ist für die verschiedensten Plattformen und als Webanwendung verfügbar. Notizen können auch Bilder, Sprachmemos oder beliebige Dateien enthalten. Mit diversen Erweiterungen lässt sich der Funktionsumfang beliebig erweitern.

> Weitere Informationen


Das Notizprogramm von Microsoft hat sich zu einem mächtigen Werkzeug gemausert, das den Vergleich mit Evernote nicht zu scheuen braucht.