Tipps


Niederschwelligkeit vs. Kontrolle

Je zugänglicher ein Text ist, desto niederschwelliger wird der Schreibanlass. In eine öffentlich geteilte Datei mit Bearbeitungsberechtigung kann jedermann auch ohne Account hineinschreiben – ein Link zur Datei genügt. Natürlich ist es verlockend, die Arbeit der anderen zu sabotieren, denn man kann sich hinter seiner Anonymität verstecken.
Für wichtigere Arbeiten empfiehlt es sich deshalb, die SchülerInnen über ihren Google-Account zur Mitarbeit einzuladen. Im Überarbeitungsverlauf lässt sich dadurch jederzeit überprüfen, wer was zur Datei beigetragen hat. Falls für andere ein Interesse besteht, kann die Datei für die Öffentlichkeit zur Ansicht (allenfalls zum Kommentieren) freigegeben werden.

Klassenplattform als Ausgangspunkt

Zwar kann man TeilnehmerInnen per Mail einladen, dennoch macht es Sinn, wenn die Klasse über ein gemeinsames Gefäss verfügt, in dem die Dateien gesammelt werden. Geteilte Dateien lassen sich mit wenigen Mausklicks als Link auf einem Blog, in einem Wiki oder auf Google Sites veröffentlichen. Die SchülerInnen haben so einen Überblick über den Verlauf der Arbeit und Eltern erhalten Einblick in den Schulalltag.

Medienerzieherische Aspekte miteinbeziehen

Das kooperative Arbeiten mit Online-Tools bietet eine gute Gelegenheit, verschiedene medienerzieherische Aspekte zu thematisieren:
  • Umgangsformen im Netz: Welche Dialogkultur wird gepflegt? Welche Regeln gelten?
  • Qualitätsanforderungen: Welche Anforderungen gelten für eine veröffentlichte Datei? Wie sichern wir die Qualitätskontrolle?
  • Umgang mit einer schöpferischen Leistung: Wie gehe ich mit einem fremden Werk um? Wie reagieren wir auf Sabotage?
  • Privatsphäre: Was gebe ich von mir Preis? Wie stelle ich meine Mitmenschen dar? Welche Regeln definieren wir für Veröffentlichungen?
  • Sicherheit: Wie sicher sind meine Login-Daten? Wie gehe ich mit Passwörtern um?
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